Fragen und Antworten zu Übersetzungen und Sprachkursen

FAQ

Damit eine Übersetzung beglaubigt werden kann, d.h. öffentlich anerkannt wird, muss der Übersetzer oder das Übersetzungsbüro hierzu ermächtigt und zugelassen sein und seine Beglaubigung anbringen, mit der gewährleistet wird, dass der Text der Zielsprache der Urkunde dem der Ausgangssprache dem Inhalt, der Länge und dem Sinn nach entspricht. Diese Beglaubigung ist in der Schweiz auf kantonaler Ebene anerkannt.

Damit die übersetzte und beglaubigte Urkunde auch auf nationaler Ebene anerkannt wird, muss ein zugelassener Notar die Unterschrift des Übersetzers beglaubigen. Soll das Dokument, welches vom Übersetzer bzw. vom Übersetzungsbüro und vom Notar beglaubigt wurde, auf internationaler Ebene anerkannt werden, bedarf es darüber hinaus noch der Apostille oder der Legalisation durch die Staatskanzlei.

Das Beglaubigungsverfahren sieht zwei unterschiedliche Formen der Beglaubigung vor: die Beglaubigungsform mittels Apostille oder die Legalisation, bei der die Echtheit der Urkunde in letzter Instanz durch die diplomatische oder konsularische Vertretung bestätigt wird.

Die Apostille wurde mit dem Haager Übereinkommen aus dem Jahre 1961 eingeführt, dem die Schweiz 1970 beitrat. Die Apostille ist eine Beglaubigungsform, mit der die Echtheit einer öffentlich Urkunde für die Verwendung im internationalen Urkundenverkehr bestätigt wird. Das Verfahren ist wesentlich einfacher als das der Legalisation, da ausländische öffentliche Urkunden hierdurch von jeder anderen Beglaubigung sowohl im Herkunftsland als auch durch die diplomatischen oder konsularischen Vertretungen befreit sind. Es ersetzt somit die Legalisation durch die Botschaft der Nation, in der die Urkunde verwendet werden soll. Die Apostille ist lediglich in jenen Staaten gütig, die das multilaterale Abkommen unterzeichnet haben und muss von einem im Übereinkommen bezeichneten Organ ausgestellt werden.

Die Legalisation sieht vor, dass alle öffentlichen Urkunden auch durch die zuständige diplomatische Vertretung der Nation, in der die Urkunde Verwendung finden soll, beglaubigt werden. Bevor die Urkunde der Staatskanzlei zur Legalisation zugeht, bedarf es ausserdem eines Stempels der Geschäftsstelle des Gerichts, womit die Unterschrift des Notars beglaubigt wird.

Für Urkunden, die in Ländern verwendet werden sollen, die Mitglieder des Haager Übereinkommens sind, veranlasst TI Traduce Folgendes: Beglaubigung durch TI Traduce, Beglaubigung durch den Notar, Weiterleiten der Urkunde an die Staatskanzlei in Bellinzona mittels Post oder Kurier, Anbringung der Apostille, Aushändigung an den Kunden auf dem Postweg, durch Kurier oder persönlich.

Für Urkunden, die in Ländern verwendet werden sollen, die nicht Mitglieder des Haager Übereinkommens sind, verfährt TI Traduce wie folgt: Beglaubigung durch TI Traduce, Beglaubigung durch den Notar, Beglaubigung durch die Geschäftsstelle des Gerichts von Lugano, Weiterleiten der Urkunde an die Staatskanzlei in Bellinzona mittels Post oder Kurier, Legalisation, Aushändigung an den Kunden auf dem Postweg, durch Kurier oder persönlich. Der Kunde muss anschliessend selbst das entsprechende Konsulat aufsuchen, um die letzte Beglaubigung anbringen zu lassen.

Das gesamte Beglaubigungsverfahren bis zur Legalisation kann über TI Traduce innerhalb eines Tages abgewickelt werden.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten für die Preiskalkulation einer Übersetzung: nach Zeichen, Worten, Zeilen oder Normseiten. Hierzu wird fast immer die Funktion ”Wörter zählen” von Microsoft Word verwendet (in einem geöffneten Word-Dokument in der oberen Programm-Leiste auf „Überprüfen“, anschliessend auf „Wörter zählen“ klicken).

Nach Zeichen

Man kalkuliert die Zeichen einschliesslich Leerzeichen. Kalkuliert man die Zeichen ohne die Leerzeichen mit einzurechnen, erhält man folgendes Ergebnis: aneinandergereihte Wörter fast unleserlich. Ein Wort entspricht mehr oder weniger 6 Anschlägen (5 für das Wort + 1 Leerzeichen) wenn es sich um einen englischen Text handelt. Somit zählt eine Normseite mit 1500 Anschlägen ca. 250 englische Wörter. Ein italienisches Wort besteht gemäss AITI (Italienischer Übersetzer- und Dolmetscherverband) aus ca. 6.875 Anschlägen, was 218 Wörter je Normseite mit 1500 Anschlägen ergibt.

Nach Worten

Das Abrechnen nach Worten ist das älteste und weltweit gebräuchlichste Verfahren. Gemäss Microsoft Word handelt es sich um ein Wort, wenn auf den letzten Buchstaben/Anschlag ein Leerzeichen, ein Zeilenende, das Ende eines Abschnitts oder einige Interpunktionszeichen folgt. Im Deutschen gibt es viele sehr lange Wörter, im Englischen hingegen sind die Wörter ziemlich kurz. Das bedeutet, dass der Kunde den Preis einer Übersetzung in verschiedene Sprachen nicht auf der Grundlage der Anzahl der Wörter vergleichen kann.

Nach Zeilen

Diese Methode hat den Vorteil, dass Sprachen mit tendenziell langen Wörtern nicht benachteiligt werden. Sie erweist sich jedoch als nicht sehr genau, da die letzte Zeile eines Abschnitts nur ein einziges Wort enthalten kann. Deshalb wurden Verfahren entwickelt, mit denen es möglich ist, nur die halbe Zeile zu berechnen. Diese Methoden mussten später der Abrechnung nach Anschlägen pro Zeile weichen, die wiederum je nach Sprache unterschiedlich sind: im Schnitt 55 Anschläge oder 7 Wörter pro Zeile.

Nach Normseiten

Für die verschiedenen Fachbereiche (Recht, Verlagswesen, Universität) existieren verschiedene Typen von Normseiten. Die Normseite auf die man sich i.A. bezieht, besteht aus 1500 Anschlägen. Eine Normseite mit 1500 Anschlägen entspricht ungefähr:

212-218 Wörtern im Italienischen

250 Wörtern im Englischen

210 Wörtern im Französischen

200 Wörtern im Deutschen

Gruppenunterricht

Besteht ein Kurs aus zwei oder mehr Schülern, spricht man von einem Gruppenkurs. Der Vorteil eines Gruppenkurses besteht darin, dass die Schüler die Möglichkeit haben, sich aneinander zu messen und auf konstruktive und motivierende Weise mit dem muttersprachlichen Lehrer interagieren können. Grundvoraussetzung für das gute Gelingen eines Gruppenkurses ist ein einheitliches Sprachniveau, welches anhand eines gut strukturierten Einstufungstests festgestellt werden kann. Wichtig ist auch, dass die behandelten Themen, der Unterrichtsrhythmus, die Arbeitsbelastung zu Hause miteinander in Einklang stehen. Im Idealfall sollte eine Unterrichtsstunde zwischen 60 und 90 Minuten betragen, um das geplante Thema mit genügend Zeit angehen zu können und die Interessensbereitschaft maximal nutzen zu können. Die optimale Teilnehmerzahl beträgt maximal 5-6 Schüler.

Einzelunterricht

Der Einzelunterricht ermöglicht es dem Schüler, seine Zeit bestmöglich zu nutzen. Rhythmus und Lernintensität können hier beim Erlernen der Fremdsprache an die jeweiligen Bedürfnisse des Lernenden angepasste werden. Schwachstellen können eingehender behandelt werden, schon vorhandene Kompetenzen lediglich angeschnitten werden. Eine flexible Gestaltung des Stundenplans stellt sicher, dass alle bezahlten Stunden auch genutzt werden können und unaufschiebbare Termine nicht zu finanziellen Einbussen oder Unterrichtsverlust führen. Ein weiterer grosser Vorteil besteht in der Möglichkeit, die Inhalte der Stunden, d.h. die behandelten Themen und die Unterrichtsschwerpunkte, selbst zu wählen. So kann z.B. mehr Gewicht auf den Ausbau mündlicher Fertigkeiten als auf die Verfeinerung grammatischer Strukturen gelegt werden.

Verschiedene Arten von Einstufungstests kann man auch im Internet finden. Der ideale Test sollte wenn möglich alle Bereiche abdecken (Grammatik, Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen). Oft sind die Kompetenzen in den Bereichen unterschiedlich. Informatiker sind z.B. erfahrungsgemäss mit schriftlichen Texten eher vertraut als wenn es darum geht ein Telefonat zu führen; hat man die Fremdsprache beispielsweise während eines Auslandsaufenthalts erlernt, kann deren Verständnis weit besser sein als die Kenntnis der grammatischen Regeln. Für eine korrekte Bewertung ist es daher wichtig, vorab die Zielsetzung des Tests, die Referenzskala und einige Parameter festzulegen, wie z.B. bei einem Firmenkurs die Anzahl der geplanten Gruppen.

QCER ist die italienische Abkürzung für „Quadro comune europeo di riferimento per la conoscenza delle lingue”, während CEFR das gleichbedeutende englische Akronym für „Common European Framework of Reference for Languages“ ist – beide entsprechen dem deutschen GeRS „Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen“. Es wurde vereinbart, den Kenntnisgrad einer europäischen Fremdsprache in sechs Niveaustufen einzuteilen: A1, A2, B1, B2, C1, C2. Eine Person, deren Kenntnisse dem Niveau A1 entsprechen, kann „überleben“, da sie fähig ist, etwas zu essen und zu trinken zu bestellen und in extrem vereinfachter und elementarer Sprache Informationen zu geben und zu erfragen. Das Niveau B1 wird derzeit als Mindestniveau erachtet, das beispielsweise im Hochschulbereich als sprachliche Zugangsvoraussetzung zu gewissen Studienrichtungen verlangt wird. Das Niveau C2 bestätigt das vollkommene Beherrschen einer Sprache einschliesslich ihrer sprachlichen Eigenheiten und Nuancen. Dieses Klassifizierungssystem bringt eine Vereinheitlichung und bietet einen Interpretationsschlüssel für verschiedene Niveaus und Zertifikate.

CEFR CAMBRIDGE IELTS TOEFL iBT BULATS TOEIC
A1 2-2,5 8-23 -20
A2 KET 3-3,5 24-56 20-40 246-380
B1 PET, BEC 1 4-5 57-86 40-60 381-540
B2 FCE, BEC 2 5,5-6,5 87-109 60-75 541-700
C1 CAE, BEC 3 7-8 110-120 75-90 701-910
C2 CPE 8,5-9,0 90- 911-990

Weltweit gibt es zwischen 6.000 und 7.000 Sprachen, die von über 6 Milliarden Personen in 189 unabhängigen Staaten gesprochen werden. Theoretisch kann aus jeder in alle diese Sprachen übersetzt werden. Die meistverwendeten Sprachen sind jedoch Chinesisch, Spanisch, Englisch, Arabisch, Hindi, Bengali, Portugiesisch, Russisch, Japanisch und Deutsch. Die deutsche Sprache nimmt den 10. Platz in der Liste der meistgesprochenen Sprachen ein.

Zuerst liest man den Text, der übersetzt werden soll. Man unterstreicht die Ausdrücke, deren Übersetzung man überprüfen will, stellt danach die nötigen Nachforschungen, sowohl im Hinblick auf die Terminologie, als auch auf die kulturellen Kenntnisse, die notwendig sind, um den Text genau zu verstehen, an. Wenn nötig legt man ein Glossar an. Unsere Übersetzer sind auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert, daher werden die Phasen der Nachforschung und der Vertiefung der Kenntnisse durch die Erfahrung und die Spezialisierung beschleunigt. Danach beginnt, Satz für Satz, die eigentliche Übersetzung des Textes. Wenn dann die erste Fassung eher einem Entwurf ähnelt, kontrolliert man nochmals den übersetzten Text und korrigiert ihn. Man druckt nun die Übersetzung aus und lässt sie „ruhen“. Schliesslich kontrolliert man die eigene Übersetzung, vergleicht die erste mit der endgültigen Fassung und bessert eventuelle restliche Fehler aus.

Die Behauptung ist kühn. Niemand kann eine Sprache perfekt. Ausserdem muss ein Übersetzer mindestens zwei Sprachen beherrschen, um übersetzen zu können. Man muss die Übersetzungstechniken kennen und viel Übung wäre auch von Nutzen. Wir sind gerne bereit, Ihnen einen Text für eine Probeübersetzung anzubieten.

Eine Formseite entspricht zirka 250 Wörtern (abhängig von der Sprache). Ein Übersetzer übersetzt im Durchschnitt eine Normseite pro Stunde. Wenn das auf den ersten Blick nicht viel erscheinen sollte, so muss man bedenken, dass in dieser Zeit auch die Nachforschungen, das Glossar, die Formatierung, die Kontrolle, die Auftragsentgegennahme und die Rechnungslegung enthalten sind.